Tarnlisten

Eine Tarnliste ist ein Hilfsmittel politischer Gruppierungen, um möglichst viele Wählerstimmen zu erhalten. Es werden kleinere Parteien von der "Hauptpartei" vor der Wahl abgespalten, um durch eigenständige Werbung (welche oftmals etwas anders klingt, als die der Basispartei) mehr Menschen anzusprechen. Durch besondere Namensgebungen werden diese Gruppierungen in den Listen aufgeführt, um fälschlicherweise eine mögliche Opposition darzustellen, welche sie gar nicht sind - deswegen der Name "Tarnlisten".

Nach der Wahl werden die gewonnenen Stimmen dieser "abgespaltenden" Gruppierungen wieder zur Basis hinzugefügt. Diese hat durch diese Methode mehr Stimmen errungen.


Tarnlisten an der TUB

Bei den Uni-Gremienwahlen entstehen häufig Listen, die mit unschuldigen Namen wie "Unabhängige ...." antreten und aus Mitgliedern einer bestimmten Meinungsgruppe bestehen. Tarnlisten werden hier verwendet um mehr Stimmen von Wählern zu bekommen, die nur nach dem Namen der Liste wählen und sich nicht über die von der Gruppierung vertretenen Inhalte oder die gewählten Personen informieren. Hier an der TU-Berlin werden Tarnlisten meist vom RCDS oder dem RCDS nahestehenden Vereinigungen verwendet.